Künstliche Intelligenz (KI) bietet enorme Chancen für die Personalabteilung, sei es durch Automatisierung von Prozessen, datenbasierte Entscheidungen oder eine bessere Candidate Experience. Doch viele Unternehmen stehen vor der Herausforderung: Wie beginnt man ein KI-Projekt in HR? Dieser Leitfaden hilft Ihnen, die wichtigsten Schritte zu verstehen und Ihr erstes KI-Projekt erfolgreich aufzusetzen.
1. Die richtige Grundlage schaffen
1.1 Zieldefinition: Was soll die KI im HR-Bereich verbessern?
Bevor Sie KI in HR einführen, sollten Sie klar definieren, welche Ziele Sie verfolgen:
- Effizienzsteigerung: Soll KI administrative Aufgaben automatisieren?
- Bessere Entscheidungsfindung: Soll KI Daten analysieren, um HR-Prozesse zu optimieren?
- Mitarbeitererlebnis verbessern: Soll KI die Employee Experience durch digitale Assistenten unterstützen?
Tipp: Wählen Sie ein konkretes Problem, das Sie mit KI lösen wollen, statt „irgendwo KI einzusetzen“.
1.2 Stakeholder frühzeitig einbinden
Ein KI-Projekt erfordert die Zusammenarbeit verschiedener Abteilungen:
- HR-Team: Fachwissen über Personalprozesse
- IT-Abteilung: Technische Machbarkeit und Datenschutz
- Geschäftsleitung: Strategische Relevanz und Budgetfreigabe
2. Daten als Basis: Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?
2.1 Datenqualität prüfen
KI braucht Daten, um zu funktionieren. Prüfen Sie daher:
- Sind die HR-Daten vollständig und aktuell?
- Liegen die Daten in einem strukturierten, maschinenlesbaren Format vor?
- Gibt es Datenschutz- oder Compliance-Vorgaben, die zu beachten sind?
2.2 Datenschutz & Ethik berücksichtigen
HR-Daten sind besonders sensibel. Eine DSGVO-konforme Nutzung und transparente Kommunikation sind entscheidend.
- Minimierung der Datensammlung: Nur notwendige Daten verwenden
- Transparenz: Mitarbeiter über den Einsatz von KI informieren
- Bias-Vermeidung: KI-Modelle regelmäßig auf Diskriminierungsrisiken überprüfen

3. Die richtige Technologie wählen
3.1 KI-Tools für HR: Kaufen oder selbst entwickeln?
Es gibt zwei Möglichkeiten, KI in HR zu nutzen:
- Fertige KI-Lösungen: Beispielsweise Chatbots, automatisierte Bewerbermanagementsysteme oder Analyse-Tools
- Individuelle KI-Entwicklung: Wenn spezielle Anforderungen bestehen, kann ein eigenes KI-Modell entwickelt werden
3.2 Auswahlkriterien für KI-Tools
- Skalierbarkeit: Lässt sich die Lösung später erweitern?
- Integration: Passt sie in bestehende HR-Systeme?
- Benutzerfreundlichkeit: Ist sie leicht bedienbar?
4. Pilotprojekt aufsetzen und testen
4.1 Mit einem kleinen, messbaren Projekt starten
Führen Sie zunächst ein Pilotprojekt durch, um Risiken zu minimieren.
- Wählen Sie eine begrenzte HR-Aufgabe für den Testlauf (z. B. Chatbot für Mitarbeiteranfragen)
- Definieren Sie Erfolgskriterien (z. B. Bearbeitungszeit, Nutzerzufriedenheit)
- Sammeln Sie Feedback und passen Sie die Lösung an
4.2 Mitarbeitende aktiv einbinden
Die Akzeptanz der Belegschaft ist entscheidend für den Erfolg:
- Schulungen: Zeigen Sie dem Team, wie KI-Tools funktionieren
- Transparente Kommunikation: Machen Sie deutlich, dass KI eine Unterstützung, kein Ersatz für HR-Mitarbeiter ist

5. Skalierung und langfristige Integration
5.1 Evaluierung und Optimierung
Nach dem Pilotprojekt sollten Sie analysieren:
- Hat KI die definierten Ziele erreicht?
- Welche Anpassungen sind nötig?
- Welche weiteren HR-Prozesse können von KI profitieren?
5.2 Kontinuierliche Weiterentwicklung
Ein KI-Projekt endet nicht mit der Einführung – regelmäßige Updates, Feedbackrunden und Optimierungen sind notwendig, um langfristig von KI zu profitieren.
Fazit
Der erfolgreiche Start eines KI-Projekts in der Personalabteilung erfordert klare Zielsetzung, gute Datenqualität und eine enge Einbindung aller Beteiligten. Mit einer schrittweisen Einführung und einem Pilotprojekt können Unternehmen erste Erfahrungen sammeln und KI nachhaltig in HR-Prozesse integrieren.
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